Projektstruktur

In der Definitionsphase umfasst das RESURC-Projekt drei Teilprojekte:

Teilprojekt 1         Projektkoordination und Datenmanagement Ressourceneffizienz

Teilprojekt 2         Räumliche Planung und Kapazitätsbildung

Teilprojekt 3         Change Management und Abfalltechnologien

Aufgrund des integrierten Ansatzes des Forschungsvorhabens sind die Teilprojekte und ihre acht Arbeitspakete eng miteinander verzahnt, was zu einer besseren Lösung der anstehenden Forschungsaufgaben führt.

Teilprojekt1: Projektkoordination und Datenmanagement Ressourceneffizienz

Durchgeführt vom: Institut für Umweltwirtschaftsanalysen Heidelberg e.V. (IUWA)

Das Teilprojekt umfasst insgesamt drei Arbeitspakete (WP). IUWA ist als WP-Leiter für die Koordination des Gesamtprojekts (WP 1) und für das Datenmanagement im Bereich der Ressourceneffizienz in Wohngebieten (WP 2) und Industriegebieten (WP 3) verantwortlich.

Dieses Teilprojekt beinhaltet folgende Aufgaben:

  1. Projektmanagement und Koordination des Verbundprojekts
    • die Kontaktanbahnung mit den zuständigen lokalen chinesischen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie Entscheidungsträgern und technischen Beamten in der Verwaltung;
    • die Koordinierung des Verbundprojekts und der deutschen Partner.
  2. Die Beforschung zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Resilienz
    • durch Erhebung von Daten und Informationen über Ressourcenverbrauch und Infrastruktur der Ver- und Entsorgung in ausgewählten Wohngebieten bzw. Industriegebieten;
    • durch Entwicklung und Erprobung einer ergänzenden sozioökonomischen Haushaltsbefragung um demografische Informationen und Informationen über Ressourcenverbrauch, Wohnungsbauinfrastruktur, umweltrelevantes Verhalten und Bewusstsein der Anwohner zu erhalten,
    • durch die Analyse bestehender Praktiken zur Behandlung von Siedlungsabfällen,
    • durch Entwicklung und Durchführung einer ersten Industriebefragung über Ressourcenströme; und durch Zusammenfassung, Visualisierung und Analyse der vorhandenen Materialflüsse in den ausgewählten Industriegebieten,
    • durch Ermittlung potenzieller Synergien zwischen Industrie- und Wohngebieten.
  3. Identifizierung und Entwicklung von Kapazitätsbildungsmodulen für die Industrie.

Teilprojekt 2: Räumliche Planung und Kapazitätsbildung

Durchgeführt von: Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS)

Dieses Teilprojekt verschneidet das Wissen und die Ergebnisse aller  Arbeitspakete sowie die daraus resultierenden Entwicklungschancen, Potenziale und Synergien und verfolgt die ersten konzeptionellen integrierten Planungsansätze für einen nachhaltigeren und widerstandsfähigeren urbanen Bezirk. Aufgrund seines Umfangs, seiner Komplexität sowie der offenen Ergebnisse führt das Teilprojekt folgende Schlüsselaufgaben als WP 6 in der Definitionsphase durch, wie unten beschrieben:

  1. Auswahl repräsentativer Untersuchungsbereiche für die Datenerhebung und -beschreibung.
  2. Sammlung und Bewertung der bestehenden Stadtentwicklungsdokumente, Konzepte und Strategien der Stadt und des Umlands, insbesondere in Bezug auf:
    • Verkehrsträger und -muster des bestehenden Verkehrs und der Mobilität,
    • der Resilienz der derzeitigen Ver- und Entsorgungsinfrastruktur und ihre räumlichen Auswirkungen
    • der Resilienz der Landnutzung und die Verzahnung von offenen und grünen Flächennetzen,
    • die Stadt-Umland Verknüpfungen im Bereich Freiraum, Infrastruktur und im städtischen Klimabereich.
  3. Einbindung der Erfahrungen nachhaltiger Stadtentwicklung und Klimaschutzkonzepten aus Frankfurt/Main

Die Entwicklung all dieser Aufgaben wird von einem umfassenden Ansatz für Kapazitätsbildung für lokale Verwaltungen begleitet (WP 8).

Teilprojekt 3: Change Management und Abfalltechnologien

Durchgeführt vom: AT-Verband (AT-V)

Dieses Teilprojekt trägt zu WP 2 und WP 3 durch die Untersuchung und Bewertung der bestehenden Technologien und Praktiken von Siedlungs- und Industrieabfällen bei. Als Leiter von WP 7 hat AT-V insbesondere die Aufgabe, die jeweiligen Verwaltungssysteme im Hinblick auf ihre Stakeholder-Strukturen und -Beziehungen zu untersuchen, um der UETD die Umsetzung der erwarteten integrativen Strategien zu erleichtern. Erste Hindernisse werden identifiziert, und es werden erste Arbeiten für die Änderungsstrategie umgesetzt. Darüber hinaus wird dieses Teilprojekt erste Kommunikationsvorschläge über den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und damit verbundenen Behandlungsmethoden als Maßnahmen zur Kapazitätsentwicklung für die Bewohner entwickeln und diskutieren.

Neben den drei Teilprojekten befassen sich WP 4 und 5 mit den spezifischen Forschungsbereichen des Stadtklimas und der Energie, die von Subunternehmern durchgeführt werden. WP 4 wird hauptsächlich verfügbare meteorologische Informationen sammeln und verarbeiten, um ein erstes konzeptionelles Lüftungsmodell zur Optimierung des Stadtklimas und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterereignisse zu arbeiten. WP 5 beabsichtigt, das aktuelle regionale Energiesystem zur Entwicklung eines optimierten Lastverteilungsmanagements zu untersuchen und das Potenzial und das Konzept für ein angepasstes virtuelles Kraftwerk zu ermitteln.